Website-Relaunch: Die 5 häufigsten SEO-Fehler (und wie man den Google-Traffic mitnimmt)

Frau mit Chaos um ihren Kopf als stilvolles Symbolbild für SEO-Fehler beim Website Relaunch
Website-Relaunches sind oft von rein optischen Gesichtspunkten – und aus SEO-Sicht nicht selten auch von Chaos – dominiert / Foto: stock.adobe.com - Jannissimo

Ein Website-Relaunch ist sicherlich ein aufregendes Projekt. Endlich ein modernes Design, bessere User Experience und aktuelle Inhalte! So der Vorsatz. Doch die Freude über die neue WordPress-Website währt oft nur kurz. Nämlich genau dann, wenn man wenige Wochen später in die Webanalyse-Tools blickt und feststellt: Der organische Traffic ist komplett eingebrochen.

Fakt ist jedenfalls: Ein Relaunch ohne fundierte SEO-Begleitung kann Jahre an harter Arbeit zunichtemachen.

Im Agenturalltag beobachten wir immer wieder, dass Unternehmen beim Neustart ihrer Website entscheidende SEO-Basics übersehen. Damit dir das bei deinem nächsten Redesign-Projekt nicht passiert, hab ich dir die häufigsten und schmerzhaftesten SEO-Fehler beim Relaunch zusammengefasst.

Fehler 1: Das Permalink-Chaos (Fehlende 301-Weiterleitungen)

Wenn du im Zuge des Relaunches die URL-Struktur deiner Website änderst (z. B. von domain.at/leistungen-seo/ auf domain.at/leistungen/seo/), ändert sich quasi die Adresse deiner Unterseiten. Es ist wie wenn man umgezogen ist und auf den Nachsendeauftrag bei der Post vergisst. Es wird also im Eifer des Gefechts gerne vergessen, die alten URLs auf die neuen URLs weiterzuleiten. Nutzer und Google-Bots, die auf alte Links aus den Suchergebnissen oder von anderen Websites klicken, landen im Nichts – auf einer frustrierenden 404-Fehlerseite. Das kostet dich Kunden und signalisiert Google, dass deine Seite unzuverlässig ist.

Die Lösung: Erstelle vor dem Relaunch ein genaues URL-Mapping. Jede alte URL muss mittels eines 301-Redirects (einer permanenten Weiterleitung) auf das neue, inhaltlich passende Pendant weitergeleitet werden.

Fehler 2: Der unsichtbare Schalter (Das vergessene “noindex”-Tag)

Es klingt wie ein Anfängerfehler, ist aber der absolute Klassiker: Während der Entwicklungsphase wird die neue Website sinnvollerweise auf “noindex” gesetzt, damit Google die unfertige Seite nicht versehentlich schon indexiert. Geht die Seite dann live, wird schlichtweg vergessen, dieses Tag wieder zu entfernen. In WordPress ist das oft nur ein einziger Haken unter “Einstellungen > Lesen”. Die Folge ist fatal: Die neue Website sieht zwar fantastisch aus, bleibt für Google aber dauerhaft unsichtbar. Und deine Rankings verschwinden innerhalb weniger Tage.

Die Lösung: Prüfe unmittelbar nach dem Go-Live zwingend die WordPress-Settings, die Einstellungen in deinem SEO-Plugin (wie RankMath oder Yoast) und die robots.txt-Datei, um sicherzustellen, dass Suchmaschinen ausgesperrte Bereiche wieder crawlen dürfen.

Fehler 3: Verlust von relevantem Content

“Wir wollen die Texte etwas kürzer und knackiger machen” – ein Satz, der SEOs oft zusammenzucken lässt. Wenn du beim Relaunch wichtige Keywords, detaillierte Absätze in Ratgeber-Texten oder gut rankende Blogbeiträge einfach löschst, entfernst du genau das, was Google an deiner alten Seite geliebt hat. Ein schickes Design ersetzt keinen wertvollen Inhalt.

Die Lösung: Analysiere vorab ausführlich (z.B. mit der Google Search Console und/oder mit Ahrefs bzw. Sistrix), welche Seiten und Themen dir den meisten organischen Traffic bringen. Diese Inhalte müssen unbedingt mit auf die neue Seite umziehen, idealerweise sogar in einer nochmals optimierten Version.

Fehler 4: Meta-Daten werden nicht übernommen

Meta Titles (alias Page Titles) und Meta Descriptions sind das Erste, was User in den Google-Suchergebnissen von Euch sehen. Oft werden diese beim Relaunch nicht vom alten System ins neue übertragen. Das Resultat sind automatisch von Google generierte, oft abgeschnittene und wenig klickstarke Snippets, was deine Klickrate (CTR) massiv nach unten drückt.

Die Lösung: Exportiere deine alten, gut funktionierenden Meta-Daten vorab und pflege sie beim Relaunch sorgfältig in dein neues SEO-Plugin ein.

Fehler 5: Optik wichtiger als Ladezeiten einschätzen

Moderne Designs bringen oft große hochauflösende Bilder, Hintergrundvideos und aufwendige Animationen mit sich. Wenn das neue WordPress-Theme schlecht programmiert (oder schlichtweg ein überladenes Multipurpose-Theme) ist und/oder Hochglanz-Bilder unkomprimiert hochgeladen werden, explodiert die Ladezeit der Website. Da Google die sogenannten Core Web Vitals (Geschwindigkeit und Nutzererfahrung) in den Rankingfaktoren für die SERPs stark gewichtet, führt eine langsame neue Seite fast unweigerlich zu einem Ranking-Verlust. Sogar, wenn sie in anderen Gesichtspunkten tatsächlich viel besser, als die Vorgängerversion ist.

Die Lösung: Achte schon bei der Entwicklung auf ein schlankes Theme. Bilder sollten vor dem Upload komprimiert und in modernen Formaten (wie WebP) ausgespielt werden. Ein starkes Caching-Plugin (wie WP Rocket oder unser Favorit FlyingPress) ist nach dem Go-Live absolutes Pflichtprogramm.

Fazit: Ein Relaunch ist kein reines Design-Projekt, obwohl er (leider) oft als solches verstanden wird!

Ein erfolgreicher Website-Relaunch erfordert mehr als nur ein hübsches Layout und neue Bilder. Wer seine Google-Sichtbarkeit erhalten oder sogar noch verbessern will – und auch bei diversen KI-Tools anklang finden will – braucht von Anfang an eine klare Strategie inkl. Einhaltung von gewissen Best Practices, wie hier im Artikel angerissen.

Planst du in Eurem Unternehmen gerade einen Relaunch und willst böse Überraschungen dabei vermeiden? Hol dir rechtzeitig Expertise an Bord. Wir bei screenfire webservices kümmern uns nicht nur um das Website-Design sondern begleiten dein Web-Projekt in NÖ, Wien und darüber hinaus von der ersten Neugestaltungs-Idee bis zum sicheren, SEO-optimierten Go-Live.

Bonus: Checklist für den nächsten Website-Relaunch (SEO-Fehler vermeiden)

Erledigt Die SEO-Aufgabe Kurze Erklärung
1. Indexierung freigeben Prüfen, ob der “noindex”-Haken in WordPress (Einstellungen > Lesen) und im SEO-Plugin entfernt wurde. Die robots.txt kontrollieren.
2. 301-Weiterleitungen (URL-Mapping) Alte URLs lückenlos auf die neuen URLs weiterleiten, um frustrierende 404-Fehler und sofortige Ranking-Verluste zu vermeiden.
3. Wichtigen Content übernehmen Traffic-starke Seiten, wertvolle Ratgeber und Blogbeiträge identifizieren und vollständig auf die neue Website umziehen.
4. Meta-Daten migrieren Bestehende Meta-Titles und Meta-Descriptions exportieren und im neuen SEO-Plugin (z.B. RankMath, Yoast) wieder einpflegen.
5. Performance & Bilder optimieren Bilder komprimieren (z.B. im WebP-Format), Ladezeiten prüfen und ein starkes Caching-Plugin (wie WP Rocket) aktivieren.
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Bild von Michael Schifflhuber

Michael Schifflhuber

Als WordPress-Spezialist und Allrounder im digitalen Marketing hilft Michael Unternehmen verschiedenster Größenordnungen dabei, sich im Web reichweitenstark und authentisch zu präsentieren. Er integriert moderne KI-Technologien in digitale Workflows und teilt hier im Blog sein Praxiswissen rund um Webdesign, Content-Strategie und Online-Marketing. Anfragen per Mail direkt an Michael: ✉️ michael@screenfire.at